Medienkontakt: Marie-Luise Sebralla, Tel.: 069 / 7938-630, marie-luise.sebralla@nielsen.com
+ Stabile Verbraucherstimmung in Deutschland im zweiten Quartal 2012
+ Eurokrise beeinträchtigt Verbrauchervertrauen weltweit
+ Leichter Aufwärtstrend in vielen Ländern Europas
Frankfurt am Main, 18. Juli 2012. Die Verbraucher in Deutschland sehen ihre persönlichen Zukunftsaussichten weiterhin recht optimistisch: Die Arbeitslosenrate ist gering, es gibt leichte Einkommenssteigerungen und das Wichtigste: Trotz aller Besorgnis fühlen sich die Verbraucher in Deutschland von der Eurokrise noch nicht direkt betroffen. Diese Ergebnisse stammen aus der Consumer Confidence, der weltweiten Umfrage zum Verbrauchervertrauen von Nielsen, einem führenden Anbieter von Informationen und Erkenntnissen zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern.
Das Verbrauchervertrauen in Deutschland ist damit trotz eines aktuell leichten Rückganges des Indexwertes um zwei Punkte als stabil zu bewerten. „Es ist davon auszugehen, dass das Ausgabeverhalten der Verbraucher in Deutschland insbesondere bei den Ausgaben für den täglichen Bedarf in den nächsten Monaten relativ unverändert bleibt“, so Mathias Bernhardt, Geschäftsführer und Market Leader Buy von Nielsen Deutschland.
Sorgen machen sich die Verbraucher in Deutschland – neben der wirtschaftlichen Lage, die von 22 Prozent der Befragten als Hauptsorge genannt wird – vor allem wegen der steigenden Kosten für Wohnenergie und Benzin. 28 Prozent der Befragten geben an, dass steigende Wohnebenkosten zu ihren größten Sorgen gehören, 21 Prozent nennen steigende Spritpreise. Die „Angst um den Arbeitsplatz“ wird dagegen nur von 15 Prozent der Befragten genannt und rangiert damit hinter Themen wie „Gesundheit“ (19 Prozent) und „Schulden“ (17 Prozent).
Wer nach Deckung der Lebenshaltungskosten Geld übrig hat, gibt dieses für „neue Kleidung“ (37 Prozent der Nennungen) sowie das „Abzahlen von Schulden“ (32 Prozent) aus. 31 Prozent der Befragten gönnen sich vom frei verfügbaren Einkommen „Urlaub und Reisen“.
Eurokrise beeinträchtigt Verbrauchervertrauen weltweit
Die „Nielsen Global Survey of Consumer Confidence and Spending Intentions“ wird seit 2005 durchgeführt. Sie erhebt Verbrauchervertrauen, Hauptsorgen und Konsumbereitschaft von mehr als 28.000 Internetnutzern in 56 Ländern weltweit. Dabei zeigte sich auf weltweiter Ebene ein Rückgang des Verbrauchervertrauens um drei Indexpunkte auf 91 im zweiten Quartal 2012. Damit liegt es aber dennoch zwei Indexpunkte über dem gleichen Quartal des Vorjahres. Druck auf die weltweite Verbraucherstimmung übten die Lage in der Eurozone, abnehmende Wachstumsraten in China und Indien und die Lage an den Finanzmärkten aus.
Im asiatisch-pazifischen Raum, Nordamerika sowie in Lateinamerika ging das Verbrauchervertrauen im zweiten Quartal zurück. Indien (-4 Indexpunkte) gab seinen über fast zwei Jahre gehaltenen Spitzenplatz an Indonesien ab. Angesichts eines weniger stürmisch verlaufenden Wirtschaftswachstums machen sich die befragten Verbraucher in Indien Gedanken um ihre Berufsaussichten und steigende Inflationsraten. Auch in China (-5 Indexpunkte) blickten die Verbraucher im vergangenen Quartal angesichts der Entwicklung der Weltwirtschaft und speziell der Auswirkungen der europäischen Finanzkrise auf Chinas Exportwachstum weniger optimistisch in die Zukunft. Demgegenüber gab es im Mittleren Osten/Afrika sowie Europa einen Anstieg des Verbrauchervertrauens um je einen Indexpunkt.
Zwar liegen acht der zehn Länder mit dem niedrigsten Verbrauchervertrauen in Europa, dennoch sieht der aktuelle Trend positiv aus: Auch acht der zehn Länder mit dem höchsten Indexzuwachs weltweit liegen in Europa. Allen voran zeigt die aktuelle Stimmungskurve in Frankreich mit einem Plus von 11 Indexpunkten steil nach oben. Hier dürfte der Amtsantritt des neuen sozialistischen Präsidenten François Hollande Zukunftshoffnungen der Verbraucher beflügelt haben. Auch die Verbraucher in Österreich und der Schweiz blicken sehr viel optimistischer in ihre Zukunft als in den letzten Monaten: In Österreich stieg der Index um sechs Punkte auf einen Wert von 92 Indexpunkten, in der Schweiz sogar um sieben Punkte auf aktuell einen Indexwert von 94 Punkten.
Der Global Report zur Studie (in englischer Sprache) kann kostenfrei bei marie-luise.sebralla@nielsen.com angefordert werden.
Über die Nielsen Global Survey
Die Nielsen Global Survey über das Vertrauen der Konsumenten und ihre Einkaufsgewohnheiten wurde von 4. bis 21. Mai 2012 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 28.000 regelmäßige Internetnutzer in 56 Ländern der Regionen Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Mittlerer Osten, Afrika und Nordamerika befragt. Die Stichprobe ist nach Alter und Geschlecht für jedes Land basierend auf den jeweiligen Internetnutzern quotiert und gewichtet. Sie repräsentiert damit die Internetnutzer des Landes und hat eine maximale Abweichung von ±0.6%. Diese Nielsen Onlineumfrage basiert ausschließlich auf dem Verhalten von Befragten mit Internetzugang. Die Internetverbreitung variiert je nach Land. Damit ein Land in die Umfrage aufgenommen wird, setzt Nielsen voraus, dass mindestens 60 Prozent der Bevölkerung oder 10 Millionen Menschen in einem Land Internetzugang haben. Die Nielsen Global Survey wird seit 2005 kontinuierlich durchgeführt.
Über Nielsen
Nielsen Holdings N.V. (NYSE: NLSN) ist ein globales Informations- und Medienunternehmen mit führenden Marktpositionen in den Bereichen Marketing- und Verbraucherinformationen, Erhebung von Mediadaten in TV, Online, Mobile und anderen Medien, Fachmessen sowie weiteren verwandten Bereichen. Das Unternehmen ist in mehr als 100 Ländern präsent mit Hauptsitzen in New York, USA und Diemen, Niederlande. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.nielsen.com sowie zu Deutschland unter www.nielsen.com/de.
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